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Grundriss EG

 

Grundriss 1. OG

 
 

Wir haben uns monatelang mit dem Thema Bauen beschäftigt. Da wir auf jeden fall massiv bauen wollten, haben wir nur diese Unternehmen angeschrieben. Eine Schubkarre voll von Katalogen, Prospekten und Angeboten brachte uns der Briefträger. Da sind die Anbieter ziemlich schnell.( Gebt NIEMALS eure Telefonnummer an. Ihr werdet sonst monatelang tyrannisieret.) Wir haben alle Häuser, Preise und Ausstattungen genauestens verglichen. Ausschlaggebend ist nicht nur der Hauspreis sondern auch die Leistungen und Ausstattungen die inklusive sind. Besonders die Nebenleistungen der Anbieter sind sehr verschieden. Bei manchen ist zum Beispiel das Baustellenklo nicht im Preis enthalten. Und das kostet mal locker 500,- Euro für die Bauphase. Auch Aushub, Bodenplatte, Fliesen, Bauwasser, Baustrom... sind wichtig. Was nützt uns ein günstiges Haus bei dem wir alle Nebenkosten selbst tragen müssen. Das ist nicht kalkulierbar. Dann lieber ein wenig mehr für das Haus bezahlt und es im Endeffekt günstiger bekommen, da die Firmen ganz anders einkaufen können. Für uns war auch klar, das wir "schlüsselfertig" bauen wollen, da wir beide keine Zeit für Eigenleistungen haben.

Nach dem wir einige Firmen auserwählt hatten, haben wir sie angefangen zu nerven. Alles was uns eingefallen ist haben wir gefragt. Was kosten die Extra`s ( da schlagen die meisten richtig zu), kann man den Grundriss noch ein wenig ändern, wie lange ist die Bauzeit, wie arbeitet die Firma (Subunternehmer?) ..... Bei solchen Fragen war es manchen Verkäufern schon zuviel. Einige haben sich nicht mehr gemeldet.

Nach und nach sind immer mehr Unternehmen ausgeschieden. Heinz von Heiden  ist übriggeblieben. Wir sind vor Vertragsabschluß nach Isernhagen zur Bemusterungsausstellung gefahren und haben unsere Extra´s ausgesucht. Unseren Verkäufer haben wir auch solange genervt, bis wir alle Kosten für den Bau zusammen hatten. Aushub, Verfüllen, Dämmung... Also die Kosten die meistens erst nach der Unterschrift zur Sprache kommen.

Ein Bodengutachten wurde auch vor Vertragsabschluß gemacht, damit die Kosten für eventuelles Grundwasser oder nicht brauchbaren Boden feststehen. Bei uns wurde kein Wasser gefunden (leider auch kein Öl) und der Boden ist sehr lehmig. Können ihn aber zum verfüllen der Baugrube benutzen.

Den Bauwilligen unter euch können wir folgende Punkte mitgeben:

Informieren, Informieren, Informieren!!!!

Wer gut informiert ist, hat schon die Hälfte geschafft. Fragt bei Bauamt, Katasteramt, Grundbuchamt, Notar, Gas, Wasser, Strom, Telekom ...nach was das alles kostet. Nur wer weiß was er alles bezahlen muß, kann die Finanzierung richtig abschließen. Wir haben alle Stellen abgeklappert und es hat sich gelohnt. Durch mehrmaliges Nachfragen konnten wir in Erfahrung bringen das eine Straße zu unserem Grundstück zur Zeit nicht geplant ist. Das heißt für uns über 5000,- Euro weniger Erschließungsbeiträge zahlen. Das Geld haben wir nicht finanzieren müssen und somit die Monatliche Belastung gesenkt. Auch Katasteramt und Grundbuchamt bekommen mächtig Geld. Damit es keine Überraschungen gibt, informiert euch! Lasst euch nicht mit ungefähren Nebenkosten abspeisen.

Die Wahl der Bank und der Finanzierungsvariante ist sehr entscheidend. Wir haben mehrere Banken aufgesucht, die alle verschiedene Finanzierungen anbieten. Lasst sie euch genau vorrechnen und einen Zahlungsplan geben. Was nützt euch jetzt eine Rate von 500,- Euro und in 10 Jahren wenn die Zinsbindung abläuft sind es 1000,- Euro im Monat oder noch mehr. Wir haben uns für die BHW entschieden. Zwei Varianten standen zur Wahl. Wir haben uns für die Bausparvariante entschieden, da wir unter dem Strich am wenigstens zurückbezahlen müssen. Schaut auch auf die Höhe der Bereitstellungszinsen und ab wann sie fällig sind. Diese können auch mehrer Hundert Euro betragen. Die Eigenheimzulage haben wir nicht eingerechnet. Jedes Jahr wird es ein neues Projekt rund um´s Haus geben und dafür können wir das Geld gut gebrauchen.

Schaut euch das Unternehmen genau an, sucht im Internet nach Berichten über die Firma. Wir konnten uns ein Heinz von Heiden Haus bei uns besichtigen. Kein Musterhaus, sondern ein bewohntes Haus. Erfahrungsberichte von Bauherren sind meistens die beste Beratung. Ihr könnt euch gerne mit uns in Verbindung setzen, falls ihr noch Fragen zum Hausbau habt, oder mal vorbeikommen möchtet.

Wenn möglich bemustert die Ausstattung vor Vertragsabschluß. Teilweise ist diese reine Geschmackssache. Wir finden die Standartausstattung für uns vollkommend ausreichend. Es sind keine Billigprodukte. Bei HvH sind viele Marken vertreten z.B. Villeroy & Boch, Duscholux, Kludi, Wolf, Braas.

Lasst euch den Vertrag vor der Unterschrift zur Prüfung geben. Wir waren damit bei einem Anwalt und einem Gutachter des Verbund Privater Bauherren. Beide haben den Zahlungsplan bemängelt. Der Plan sieht eine Zahlung von 61% der Gesamtsumme bei Rohbauabnahme vor. Wir haben auf verlangen einen anderen Zahlungsplan bekommen. Bei Rohbauabnahme müssen wir erst 30% bezahlen. Der VPB kann auch wertvolle Tipps zu den aktuellen DIN-Normen geben. Diese ändern sich öfters mal und die Verträge sind nicht immer auf dem neuesten Stand. Der VPB kommt auch direkt auf die Baustelle und schaut nach dem rechten.

 

Geduld, Geduld, Geduld

Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schwer es ist sich in Geduld zu üben. Aber es bringt nichts die Leute zu nerven von denen man Auskünfte erwartet. Wiederholtes freundliches Nachfragen reicht in der Regel aus. Und eine Flasche Sekt zum Bauantrag wirkt Wunder.( Der Bauantrag hat bei uns nur 5 Tage bis zur Genehmigung gebraucht. Und das mit Wochenende!)

Bei uns hat es vom ersten Gedanken zu Bauen bis zum Bauanfang ganze 11 Monate gedauert. Und wir waren täglich an dem Thema dran. Kalkuliert genug Zeit ein. Es kann immer was dazwischen kommen. Sei es das Wetter oder die Ämter. Lieber erst einen Monat später die Wohnung kündigen, als den sowiso schon vorhandenen Stress noch schlimmer zu machen.

 

Planen, Planen, Planen

Wenn ihr es endlich geschafft habt und der Bau losgeht, fangt direkt mit dem planen an. Ihr habt während der Bauzeit fast keine Zeit mehr irgendetwas zu planen. Macht euch Gedanken was ihr wann wo wie machen wollt. Ab wann könnt ihr schon was im Haus machen, wann kann mit dem Streichen begonnen werden....? Macht euch einen persönlichen Bauzeitenplan. Sobald bei uns die Elektro Rohinstallation abgeschlossen ist, werden wir den Keller streichen und Boden verlegen. Sobald die Bretter an den Balken sind, werden Sie gestrichen. Bevor das Gerüst abgebaut wird. Auch ein "schlüsselfertiges" Haus bringt eine Menge Arbeit mit sich. Die Bauzeit verfliegt, da ihr täglich neue Entscheidungen treffen müßt. Dauernd mit Handwerkern telefonieren oder in Baumärkten die vielen benötigten Kleinigkeiten kaufen. Wir haben uns vor dem Baubeginn eine Menge Gedanken gemacht und auch sehr viel geplant und trotzdem gibt es jeden Tag etwas neues mit dem wir uns auseinander setzen müssen.

;-)

 

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